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Leistung

Notverglasung: Öffnung vorläufig schließen

Nach einem Glasbruch steht die Öffnung offen, und Wind, Regen und fremde Blicke gelangen ungehindert in den Raum. Eine Notverglasung schließt diese Lücke vorläufig, bis die endgültige Scheibe gefertigt ist. Dazu gehört auch, was Sie vorab selbst tun können und wo die Grenze zu anderen Leistungen liegt.

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Glaser baut eine Notverglasung am Fensterrahmen ein, die Scherben liegen im Karton

Woran Sie erkennen, dass es passt

  • Die Scheibe ist zerbrochen oder fehlt ganz, die Öffnung steht offen.

  • Regen, Wind oder Zugluft gelangen durch den Rahmen ins Innere.

  • Von außen lässt sich die Öffnung ohne Hindernis betreten oder einsehen.

  • Lose Glasreste hängen noch im Rahmen oder drohen herauszufallen.

  • Die neue Scheibe muss erst nach Maß gefertigt werden.

Was die Notverglasung an der Öffnung leistet

  1. Eine Notverglasung ist ein vorläufiger Verschluss für eine Fenster-, Tür- oder Glasfläche, deren Scheibe zerbrochen ist oder fehlt. Die vermittelte Glaserei setzt eine Platte in oder vor den Rahmen und dichtet den Rand ab. Regen, Zugluft und Laub gelangen so nicht mehr ungehindert in den Raum, und die Öffnung liegt nicht mehr offen da. Die endgültige Scheibe löst dieses Provisorium später ab.

  2. Die Einordnung ist wichtig: Eine Notverglasung ersetzt kein Glas und ist keine dauerhafte Lösung. Sie überbrückt die Zeit, in der das Aufmaß genommen und die neue Scheibe nach Maß gefertigt wird. Wie lange diese Übergangsphase dauert, hängt von Scheibenart, Größe und Fertigung ab. Deshalb wählt die Glaserei einen Verschluss, der für den Übergang robust genug ist.

  3. Oft gehört zum Einbau auch das Entfernen loser Glasreste aus dem Rahmen. Diese Arbeit liegt allein beim Fachbetrieb, denn Restscheiben stehen mitunter unter Spannung und können ohne Vorwarnung nachgeben. Wer Glas selbst herauszieht, riskiert tiefe Schnitte und herabfallende Stücke. Lassen Sie den Rahmen deshalb, wie er ist, und halten Sie Abstand zur Bruchstelle.

Welche Platten zum Einsatz kommen

  • Häufig verwendet wird Polycarbonat, ein durchsichtiger Kunststoff, der kaum splittert und sich gut zuschneiden lässt. Acrylglas ist ebenfalls klar, bricht aber anders und zeigt Kratzer schneller. Beide Platten lassen Tageslicht in den Raum, was in Wohnzimmern, Küchen und Läden angenehm ist. Welche Variante gewählt wird, entscheidet die Glaserei nach Größe, Lage und Einbausituation der Öffnung.

  • Sicherheitsplatten aus mehrschichtigem Kunststoff kommen vor allem dort in Frage, wo ein Verschluss auch Druck von außen aushalten soll, zum Beispiel an Terrassentüren und Erdgeschossfenstern. Mit einer bestimmten Widerstandsklasse ist ein Provisorium nicht verbunden. Holzplatten sind die Alternative, wenn Lichtdurchlass keine Rolle spielt oder die Öffnung sehr groß ist.

  • Befestigt werden die Platten je nach Rahmen mit Leisten, Winkeln oder Klemmprofilen und an der Fuge gegen Wasser abgedichtet. Dabei schont die Glaserei den Rahmen, weil er für die spätere Neuverglasung gebraucht wird. Bei Kunststoff-, Holz- und Metallprofilen unterscheidet sich die Befestigung, ohne dass Sie dafür etwas vorbereiten müssen.

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Was Sie vor dem Einbau selbst übernehmen können

Sperren Sie den Bereich um die Bruchstelle ab, etwa mit einem Stuhl oder Tisch quer vor dem Fenster.

Kinder und Haustiere bleiben draußen, der Raum wird geschlossen. Auch die Heizung dort drehen Sie herunter, damit die Wärme nicht durch die Öffnung entweicht. Mehr Vorbereitung braucht die Glaserei nicht von Ihnen.

Nicht dazu gehört, Glas aus dem Rahmen zu lösen, auf Leitern oder Fensterbänke zu steigen oder Bruchkanten anzufassen. Eine Folie selbst anzubringen lohnt nicht und verlangt Griffe am Rahmen, die Sie meiden sollten. Für Ihre Versicherung halten Sie den Schaden mit Fotos und einer Liste fest und informieren sie. Alles Weitere klärt der Partnerbetrieb mit Ihnen direkt.

Abgrenzung zu Verbretterung und Glasaustausch

  • Die Verbretterung verschließt mit Holz- oder OSB-Platten und passt zu großen Öffnungen oder zu Fällen, in denen ein robuster, undurchsichtiger Verschluss gebraucht wird. Eine Notverglasung dagegen lässt häufig Licht herein und bleibt als Fensterfläche erkennbar. Welche Form passt, entscheidet sich an Größe, Lage und Anlass des Schadens.

  • Der Glasaustausch ist der zweite Schritt: Ist das Aufmaß genommen, folgen Fertigung und Einbau der neuen Scheibe, und das Provisorium verschwindet. Bei Mehrscheiben-Einheiten wird nicht eine einzelne Scheibe, sondern die ganze Einheit getauscht, wie es bei Isolierglas beschrieben ist.

  • Handelt es sich um einen Laden oder ein Büro, spielen Gehweg, Ware und Öffnungszeiten mit hinein, was die Leistung Schaufenster und Gewerbe behandelt. Nach einem Einbruch kommen Rahmen und Beschläge dazu; dazu gehört der Einbruchschaden. In beiden Fällen bildet die Notverglasung nur den Anfang der Instandsetzung.

Womit die Öffnung geschlossen wird

MaterialWofür
Polycarbonat-Platteklarer, kaum splitternder Kunststoff für mittlere Öffnungen, lässt Licht durch.
Acrylglas-Platteklar und gut zuschneidbar, wenn Lichtdurchlass im Raum erwünscht ist.
Sicherheitsplattemehrschichtiger Kunststoff für Öffnungen, die Druck von außen aushalten sollen.
Holzplatteundurchsichtiger Verschluss bei sehr großer Öffnung oder wenn Licht keine Rolle spielt.
Leisten und Dichtbandhalten die Platte im Rahmen und dichten die Fuge gegen Feuchtigkeit ab.

Wann die offene Scheibe nicht warten sollte

Besonders drängend wird es, wenn Regen oder Sturm in den Raum gelangen, wenn die Öffnung zu Erdgeschoss, Balkon oder Hof führt und frei zugänglich ist oder wenn Glas über Gehwegen und Eingängen lose hängt. Auch Kinder und Haustiere im Haus sind ein Grund, nicht abzuwarten. Rufen Sie in solchen Fällen an und schildern Sie den Schaden genau.

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Sichern, Aufmaß, neue Scheibe

  1. Sichern

    Bruchstelle abdecken, Raum schützen.

  2. Platte

    Kunststoff oder Holz schließt die Öffnung.

  3. Aufmaß

    Maße, Glasart, Beschlag prüfen.

  4. Neue Scheibe

    Endgültige Scheibe einsetzen.

Ablauf der Vermittlung im Einzelnen

Antworten auf häufige Fragen

  1. Wie lange bleibt die Platte im Fenster?

    Bis die endgültige Scheibe eingesetzt wird. Wie lange das dauert, hängt von Scheibenart, Maß und Fertigung ab, und Angaben dazu macht der Betrieb nach dem Aufmaß. Die Platte ist als Übergang gedacht und ersetzt weder die Dichtheit noch die Wärmedämmung einer normalen Verglasung vollständig.

  2. Kann ich durch eine Notverglasung hinausschauen?

    Bei Polycarbonat oder Acrylglas ja, denn beide Kunststoffe sind klar und lassen Tageslicht durch. Allerdings wirkt die Aussicht etwas milchiger als durch Glas, und Kratzer sind eher sichtbar. Bei einem Verschluss aus Holz fällt kein Licht in den Raum, dafür ist er blickdicht und besonders robust.

  3. Wird mein Fensterrahmen bei der Montage beschädigt?

    Die Glaserei befestigt die Platte so, dass der Rahmen möglichst unberührt bleibt, denn er trägt später die neue Scheibe. Kleine Spuren von Leisten oder Schrauben sind trotzdem möglich. Ist der Rahmen selbst verzogen oder gebrochen, besprechen Sie das direkt mit dem Betrieb, bevor die neue Scheibe bestellt wird.

  4. Muss ich beim Anruf die Maße der Scheibe kennen?

    Nein, eine grobe Schilderung genügt. Sagen Sie, um welche Art von Fenster oder Tür es geht, wie groß die Öffnung ungefähr ist und in welchem Stockwerk sie liegt. Genaue Maße nimmt die Glaserei selbst auf, weil die neue Scheibe millimetergenau zum Rahmen passen muss.

Öffnung schließen lassen – ein Anruf.

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