Große Scheiben messen und einbauen
Große Glasflächen sind schwer, empfindlich und werden meist einzeln gefertigt. Deshalb ist das Aufmaß der wichtigste Schritt. Dazu kommen ein grober Überblick über den Einbau und die Frage, was am Einbautag bereitstehen sollte. So gehen Sie gut vorbereitet in das Gespräch mit dem vermittelten Glaser.

Warum das Aufmaß entscheidend ist
Eine große Scheibe lässt sich nicht nachbessern.
Ist sie zu groß, passt sie nicht in den Rahmen, ist sie zu klein, fehlt der Halt. Deshalb misst der Glaser mehrfach und prüft, ob die Öffnung wirklich rechtwinklig ist. Er vergleicht Diagonalen und schaut auf Verzug im Rahmen.
Laien messen große Scheiben besser nicht selbst. Ein ungefährer Wert hilft am Telefon, ersetzt aber das Aufmaß vor Ort nicht. Nennen Sie lieber ungefähre Breite und Höhe und sagen Sie, wo die Scheibe sitzt. Der Glaser entscheidet dann, welche Maße er selbst nimmt.
Was zwischen Aufmaß und Einbau passiert
Nach dem Aufmaß wird die Scheibe gefertigt. Bei Isolierglas sind mehrere Scheiben mit Abstandhaltern zu einer Einheit verbunden, bei Einscheibensicherheitsglas wird das Glas nach dem Zuschnitt vorgespannt. Beide Arten werden danach nicht mehr bearbeitet, sodass Ausschnitte und Bohrungen vorher feststehen müssen.
Solange die Scheibe in Arbeit ist, schützt die Notverglasung die Öffnung. Die provisorische Platte ist kein Ersatz für die endgültige Scheibe, sie schließt die Öffnung nur vorübergehend. Befestigen Sie nichts an der Platte, ohne es vorher mit dem Betrieb zu klären.
Wählen Sie die Glasart mit dem Glaser aus. Ob Verbundsicherheitsglas, Einscheibensicherheitsglas oder Isolierglas gebraucht wird, hängt von Einbausituation und Nutzung ab. Mehr zu den Arten finden Sie unter Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und Wie Isolierglas aufgebaut ist.
Scheibe offen? Rufen Sie an.01579 2842369
So läuft der Einbau ab
Am Einbautag liefert der Betrieb die Scheibe und baut zuerst die Platte aus. Dann entfernt er Reste von Dichtung und Klotzung und prüft den Falz. Danach wird die Scheibe mit Saughebern oder einer Hebehilfe an ihren Platz gebracht, ausgerichtet und mit Klötzen im Rahmen fixiert.
Zum Schluss folgen Dichtung oder Verfugung, je nach System. Der Glaser kontrolliert, ob die Scheibe gleichmäßig aufliegt und der Rahmen nichts mehr verspannt. Wichtig ist, dass niemand während des Einbaus durch den Arbeitsbereich läuft, daher gehört der Gehweg vor dem Fenster abgesperrt.
Der Glaser kann einzelne Schritte in anderer Reihenfolge ausführen. Bei Hochhausfassaden oder Obergeschossen sind andere Hebemittel nötig, die vorab geplant werden. Von Ihrer Seite muss nur der Zugang frei sein und dürfen keine Fahrzeuge im Weg stehen. Der Rest liegt in den Händen des Betriebs. Fragen Sie vorab, ob mehrere Personen anrücken, damit Zugang, Parkfläche und ein Ansprechpunkt im Haus passend vorbereitet sind.
Was Sie vor dem Einbautag vorbereiten
Räumen Sie Auslage, Regale und Dekoration von der Scheibe weg. Mindestens ein Meter freier Raum auf der Innenseite hilft dem Glaser, die Scheibe einzusetzen und zu justieren. Verhängen Sie empfindliche Waren mit Tüchern, denn trotz Sorgfalt entsteht beim Ausbau Staub.
Vor Aufmaß und Einbau
Größe, Lage und Rahmenart der Scheibe für den Anruf notieren.
Zugang für Hebehilfe und Lieferfahrzeug am Einbautag freihalten.
Auslage und Möbel einen Meter von der Scheibe abrücken.
Gehweg vor dem Fenster während des Einbaus absperren.
Fotos und Pläne zum Rahmen für den Glaser bereitlegen.
Antworten auf häufige Fragen
Kann ich die Maße selbst nehmen?
Als Orientierung am Telefon ja, als Grundlage der Fertigung nein. Der Glaser misst vor Ort, weil Rahmen verzogen sein können und kleine Abweichungen entscheiden. Nennen Sie ungefähre Breite, Höhe und Einbauort, und lassen Sie das genaue Maß vom Betrieb nehmen.
Warum wird die Scheibe nicht gleich eingebaut?
Große Scheiben werden nach Maß gefertigt und bei Sicherheits- oder Isolierglas zusätzlich vorgespannt oder verbunden. Sie sind nicht aus dem Regal verfügbar. Als Zwischenlösung bleibt die Öffnung mit einer Platte verschlossen, bis die endgültige Scheibe vorliegt.
Muss der Rahmen mit getauscht werden?
Nicht automatisch. Der Glaser prüft Rahmen, Falz und Dichtung beim Aufmaß. Bleibt der Rahmen gerade und unbeschädigt, genügt oft die neue Scheibe. Ist er verzogen oder gebrochen, bespricht der Betrieb mit Ihnen, welche Arbeiten zusätzlich nötig sind.